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Dritter NOS-Sieg für Werner Schlegel, drei Bündner Kränze

  • 28. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 29. Juni

Der Toggenburger gewinnt in Güttingen das eigene Teilverbandsfest zum dritten Mal in Serie. Die Bündner sichern sich dank Armon Orlik, Christian Biäsch und Josias Müller drei Kränze.


Christian Biäsch - hier im 6. Gang gegen Domenic Schneider - beendet das Fest als punktebester Bündner im vierten Rang.  Foto: Lorenz Reifler
Christian Biäsch - hier im 6. Gang gegen Domenic Schneider - beendet das Fest als punktebester Bündner im vierten Rang. Foto: Lorenz Reifler

von Patrick Casanova


Gleich fünf der 13 aktiven Nordostschweizer Eidgenossen sind derzeit verletzt. Vor allem die mehrwöchige Zwangspause des Thurgauer Aushängeschilds Samuel Giger kam den Organisatoren des ersten Teilverbandsfests in Güttingen ungelegen. Angesichts der starken Spitze um die beiden Toggenburger Werner Schlegel und Damian Ott sowie Schwingerkönig Armon Orlik durfte trotzdem damit gerechnet werden, dass der Siegermuni in der Ostschweiz bleibt.


Gäste früh in Rücklage

Vor 11'000 Zuschauerinnen und Zuschauern kam es im Anschwingen zur grossen Überraschung: Schlegel musste sich dem Baselbieter Eidgenossen Adrian Odermatt geschlagen geben. Besser machte es Ott: Kurz vor Gangende besiegte der Kilchberg-Sieger den Solothurner Joel Strebel.

Der vierfache NOS-Sieger Orlik traf im Anschwingen mit dem Berner Aushängeschild Fabian Staudenmann auf den nominell stärksten Gast. In der Reprise des Schlussgangs des Eidgenössischen Jubiläumsfests 2024 neutralisierten sich die beiden, der Gang endete gestellt. Nach einem weiteren Remis gegen Domenic Schneider fiel Staudenmann ebenso vor dem Mittag aus der Entscheidung wie auch Odermatt, der gleich zwei Gegner stehen lassen musste und am Abend gar ohne Kranz heimreiste.


Die Nordostschweizer Spitze hielt sich bis zum Mittag schadlos. Orlik bezwang Patrick Kurmann sowie Mario Bösch und lag so zur Halbzeit inmitten eines dichten Verfolgerfeldes 1,5 Punkte hinter Leader Ott.


Schlegel mit Aufholjagd zum Festsieg

Orlik besiegte im vierten Gang den Appenzeller Eidgenossen Martin Roth und traf danach auf den noch immer verlustpunklosen Ott. Der Gang endete gestellt, Ott zog als Führender in den Schlussgang ein. In diesem traf er auf seinen guten Freund Schlegel, der sich nach der Startniederlage dank vier Maximalnoten – im fünften Gang auch gegen Joel Strebel – nach vorne arbeitete. In der Endausmarchung gelang Schlegel nach sechs Minuten die Entscheidung. Für den Hemberger ist es der dritte «Nordostschweizer»-Sieg in Serie.

Orlik beendete das Fest nach einem abschliessenden Sieg gegen This Kolb auf Rang 5.


Biäsch und Müller ausgezeichnet

Dank Christian Biäsch und Josias Müller verliessen am Abend zwei weitere Schwinger der zwölfköpfigen Bündner Delegation kranzgeschmückt das Festgelände.

Biäsch startete mit einer Niederlage gegen den aufstrebenden Winterthurer Janos Bachmann ungünstig ins Fest. In der Folge gewann der Davoser Eidgenosse drei Duelle gegen Einfachkranzer, danach auch rasch gegen den St. Galler Defensivkünstler Andy Signer. Das dritte NOS-Eichenlaub der Karriere war dem 30-Jährigen dadurch bereits vor dem sechsten Gang gegen Domenic Schneider sicher. Das kräftezehrende Duell gegen den Hünen endete ohne Sieger, Biäsch beendete das Fest als bestklassierter Bündner auf Rang 4.


Müller gewann drei seiner ersten vier Gänge, nur Mario Schneider musste er ein Remis zugestehen. Im fünften Gang gegen dessen Bruder Domenic bezog der Zilliser seine einzige Niederlage, ein abschliessender Sieg brachte dem 20-Jährigen das bereits vierte Eichenlaub der Saison ein.


Mit seinen ersten zwei Kranzgewinnen auf sich aufmerksam gemacht hat diesen Frühling Nando Joos. Der 18-Jährige aus Tenna zeigte auch am Bodensee ein gutes Fest, das abschliessende Duell um den Kranz verlor er gegen den Rapperswiler Simon Fäh. Ebenfalls noch kleine Kranzchancen hatte vor dem letzten Gang Marco Flüsch, auch er beendete den Tag aber mit einer Niederlage.






 
 
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