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Zwei Bündner Kränze auf dem Weissenstein

  • 11. Juli
  • 2 Min. Lesezeit

Mit Nick Alpiger gewinnt erstmals seit 2014 wieder ein Nordwestschweizer das Bergkranzfest auf dem Weissenstein. Armon Orlik und Christian Biäsch sichern sich die Auszeichnung.


Schwingerkönig Armon Orlik bezwingt kurz vor Gangende Lars Voggensperger.  Foto: Lorenz Reifler
Schwingerkönig Armon Orlik bezwingt kurz vor Gangende Lars Voggensperger. Foto: Lorenz Reifler

von Patrick Casanova


Nur sechs Tage nach dem unerwarteten Rückschlag am Bernisch-Kantonalen bot sich für Armon Orlik auf dem Weissenstein Gelegenheit zur Rehabilitation. An den Solothurner Hausberg hat der Maienfelder beste Erinnerungen, gewann er doch das Fest in den Jahren 2016 und 2024. Auch diesmal glückte Orlik der Auftritt mit Rang 2 und nur knapp verpasstem Schlussgang.


Im Anschwingen des mit 18 Eidgenossen stark besetzten Kräftemessens traf der Schwingerkönig zuerst auf Nick Alpiger. Das bereits neunte Duell mit dem formstarken Aargauer endete ohne Sieger. In den beiden folgenden Gängen kam Orlik jeweils rasch zur Maximalnote. Er habe sich vorgenommen, variabel und angriffig zu schwingen, so der 31-jährige gegenüber SRF.


Mit einer Maximalnote gegen den Aargauer Spitzenschwinger Joel Strebel optimal ins Fest startete Christian Biäsch. Nach einem zweiten Sieg verlor der Davoser Eidgenosse das Spitzenduell gegen Sinisha Lüscher, der Solothurner zierte als einziger Teilnehmer mit drei Siegen zur Halbzeit auch die Ranglistenspitze.


Seit Jahren erstmals wieder zwei Bündner Bergkränze

Orlik traf nach dem Mittag auf den schwer zu bezwingenden Baselbieter Lars Voggensperger, der am frühen Morgen bereits Damian Ott stellte. Orlik griff vorerst ohne Erfolg mit verschiedensten Schwüngen an, Sekunden vor Schluss gelang ihm doch noch die Entscheidung. Gemeinsam mit drei anderen Schwingern, darunter Lüscher und Alpiger, zierte Orlik nun die Ranglistenspitze. Biäsch folgte nach einer weiteren «Zehn» nur einen Viertelpunkt dahinter.


In den Duellen um den Schlussgangeinzug bezwang Alpiger nach anfänglichem Glück den angriffigen Biäsch. Orlik stellte mit dem Solothurner Marius Frank und verpasste so die Endausmarchung, in der Alpiger auf seinen Teamkameraden Lüscher traf. Alpiger gelang in der fünften Minute die Entscheidung, für ihn ist es der erste Bergfestsieg.


Orlik bezwang zum Abschluss Christoph Baeriswyl und beendete das Fest auf Rang 2 und mit Gewinn des bereits 19. Bergkranzes. Biäsch verdiente sich seinen zweiten Bergkranz der Karriere ebenfalls durch eine abschliessende Maximalnote und eine ganztags abgeklärte Leistung, welche für Rang 5 reichte. Neben dem Bündner Duo gewann das Nordostschweizer Team vier weitere Kränze, wobei vor allem das 100. Eichenlaub des Thurgauers Domenic Schneider besonders gefeiert wurde.


Müller mit drei Siegen, Lötscher verpasst Ausstich

Ein gutes Fest zeigte bei seiner ersten Weissenstein-Teilnahme Josias Müller. Der Zilliser siegte in den ersten fünf Gängen dreimal und stellte den Freiburger Eidgenossen Lario Kramer. Den entscheidenden sechsten Gang um die Auseichnung verlor der 20-Jährige nach einer halben Minute gegen den Aargauer Tim Roth, am Ende fehlten Müller 0,5 Punkte zum ersten Bergkranz.


Mit Niklas Lötscher war ein vierter Bündner am Start. Nach zwei Remis und zwei Niederlagen endete das Fest für den 20-jährigen Untervazer vorzeitig.






 
 
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