Sieg für Andy Signer in Schaffhausen, Bündner geschlagen
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Der St. Galler Andy Signer gewinnt das Schaffhauser Kantonalschwingfest. Das Bündner Team vergibt im sechsten Gang alle Kranzchancen und geht leer aus.

von Patrick Casanova
Die Schwingsaison 2026 biegt allmählich auf die Zielgerade ein. Am Sonntag fand in der Halle des Handball-Spitzenklubs Kadetten Schaffhausen vor gut 1'300 Zuschauerinnen und Zuschauern das letzte Nordostschweizer Kantonalfest statt.
Nach den verletzungsbedingten Absagen von Samuel Giger und Werner Schlegel war das 127-köpfige Teilnehmerfeld am «Schaffhauser» mit nur zwei Eidgenossen vorne dünn besetzt. Mit dem Appenzeller Martin Roth verabschiedete sich einer davon nach zwei Punktverlusten früh aus der Entscheidung. Der zweite, Fabian Kindlimann, startete mit einem Remis gegen den Mittelschwinger Roman Wandeler. Wandeler bildete gemeinsam mit Jonas Amrhyn und Samuel Schwyzer ein schlagkräftiges Luzerner Gästetrio. Dieses zählte zu einer grösseren Gruppe von Schwingern, welche zur Halbzeit zwei Siege und ein Remis auswiesen.
Signer mit zweitem Kranzfestsieg
Die drei Luzerner gewannen jeweils ihren vierten Gang und setzten sich an der Spitze fest. Amrhyn musste danach aber den Flumser Fabian Bärtsch stehen lassen, Schwyzer den Thurgauer This Kolb, wodurch beide den Schlussgang verpassten. Wandeler wies nach siegreichem fünftem Gang gleichviele Punkte auf wie der Schaffhauser Nicola Graf und der St. Galler Defensivkünstler Andy Signer. Die Einteilung gab den beiden Ostschweizern den Vorzug für den Schlussgang. In diesem gelang Signer der entscheidende Wurf bereits in der ersten Minute. Für den Vertreter des St. Galler Stadtverbandes ist es nach dem Triumph am «Appenzeller» 2025 der zweite Kranzfestsieg der Laufbahn.
Bündner geschlagen
Der Zilliser Josias Müller führte in der Munotstadt ein junges, zwölfköpfiges Bündner Team an. Dass die Delegation erstmals seit vielen Jahren an einem Kantonalfest gleich ohne Auszeichnung blieb, kam doch überraschend.
Müller startete mit zwei Gestellten etwas verhalten, ehe er sich durch drei Maximalnoten nach vorne arbeitete. Der letzte Gang gegen den Luzerner Amrhyn endete mit einem Remis, wobei Müller eine «Neun» für den fünften Saisonkranz gereicht hätte. Da ihm aber nur die Note 8,75 gutgeschrieben wurde, verpasste er die Auszeichnung um einen Viertelpunkt.
Niklas Lötscher bezog seine einzige Niederlage im vierten Gang gegen Amrhyn. Im entscheidenden Duell hätte der Untervazer einen Sieg gegen Daniel Elmer benötigt, es resultierte aber ein Remis. So fehlte dem 20-Jährigen am Ende ein halber Punkt.
Der Tenner Roman Joos startete mit zwei Niederlagen, ehe auch er sich mit drei Siegen zurückmeldete. Bei seinem erst zweiten Kranzfest 2026 verlor der drei Jahre ältere Bruder des zweifachen Saisonkranzers Nando den letzten Gang gegen den Appenzeller Flavio Sutter. Ebenfalls drei Siege wiesen am Ende der Heinzenberger Linard Gantenbein sowie der bald 16-jährige Zizerser Livio Gartmann auf. Der Churer Kyron Nay blieb unbesiegt, stellte aber gleich viermal.
So blieb am Ende die Enttäuschung, auch bei Betreuer Stefan Fausch. «Wir haben von Beginn an nicht richtig ins Fest gefunden», meinte der Seewiser. Ein paar gute Chancen seien ungenutzt geblieben, zudem sei halt auch niemand über sich hinausgewachsen.
