Zweiter Kilchberger-Sieg für Samuel Giger
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Aktualisiert: vor 1 Tag
Samuel Giger verteidigt seinen Kilchberger-Titel. Im Schlussgang bezwingt der Thurgauer den Zuger Marcel Bieri. Armon Orlik beendet das Fest auf 6.

von Patrick Casanova
Ein spannender Wettkampf und mit Samuel Giger ein würdiger Sieger – der Höhepunkt der Schwingsaison hoch über dem Zürichsee hielt, was er versprach.
Lange Zeit sehr gut sah es auch für Armon Orlik aus. Im Anschwingen traf er bereits zum vierten Mal 2026 auf den Berner Saisondominator Fabian Staudenmann, zum vierten Mal endete die eher ereignisarme Paarung ohne Sieger. «Dieser Gang war taktisch wichtig fürs Team», meinte Orlik später gegenüber SRF. Danach drehte der Maienfelder auf: Einer Maximalnote gegen den Luzerner Joel Ambühl liess er ein rascher Sieg gegen den Südwestschweizer Teamleader Romain Collaud folgen.
Da kein Schwinger die ersten drei Gänge gewann, lag der Schwingerkönig zur Halbzeit nur einen Viertelpunkt hinter einem führenden Berner Quartett; Alles lag nahe beisammen, auch die weiteren Nordostschweizer Hoffnungsträger wie Werner Schlegel, Damian Ott oder Samuel Giger lauerten.
Orlik verliert Duell um den Schlussgang
Im vierten Gang legte Orlik mit Lars Zaugg den Berner Aufsteiger der Saison ins Sägemehl, auch Giger notierte ein weiteres Siegkreuz. Ott stellte mit Staudenmann, auch Schlegel fiel durch ein Remis zurück. Orlik führte dadurch das Klassement nun punktgleich mit Giger und dem Aargauer Nick Alpiger an.
Im Duell um den Schlussgangeinzug begegnete Orlik dem Zuger Marcel Bieri, dem er nach einem Schlungg unterlag. Orlik beendete das Fest nach einem Remis gegen Nick Alpiger auf Rang 6.
Überraschend stand so Bieri in der Endausmarchung, für die sich dank einem Sieg gegen Moser mit einem Viertelpunkt mehr auch Giger qualifizierte. Giger, der zuvor seit Ende Mai kein Fest mehr bestritt, legte seinen Kontrahenten nach gut zwei Minuten ins Sägemehl. Nach dem Sieg am Kilchberger 2021 und dem Unspunnensieg 2023 ist es bereits Gigers dritter Erfolg an einem eidgenössischen Anlass.
Biäsch mit zwei, Müller mit drei Siegen
Mit dem Davoser Christian Biäsch und dem Zilliser Josias Müller waren zwei weitere Bündner Teil des 16-köpfigen NOS-Teams.
Nach einer verletzungsbedingten, siebenwöchigen Wettkampfpause gab Biäsch beim nur alle sechs Jahre stattfindenden Anlass sein Comeback. Im Anschwingen traf er auf den Baselbieter Eidgenossen Adrian Odermatt, dem er nach drei Minuten unterlag. Den zweiten Gang gegen Jonas Glutz bestimmte Biäsch, gleichwohl gewann am Ende der Solothurner. Gegen den Entlebucher Marc Lustenberger, in diesem Jahr Sieger des «Innerschweizer», verbuchte Biäsch vor dem Mittag den ersten Sieg, im Duell mit dem Romand Johann Borcard konnte der 30-Jährige gleich nachlegen. Nach einer Niederlage gegen Joel Ambühl und einem Remis gegen Severin Schwander klassierte sich Biäsch am Ende auf Rang 13.
Der 20-jährige Müller bestritt nach den Teilnahmen am Eidg. Jubiläumsfest 2024 in Appenzell und dem ESAF 2025 in Mollis am Samstag bereits zum dritten Mal einen Eidgenössischen Anlass. Mit einer Maximalnote gegen den Schwyzer Lukas Heinzer glückte ihm der Start. Danach musste sich das Mitglied des Schwingclubs Heinzenberg dem Seeländer Matthieu Burger geschlagen geben. Mit dem Sieg gegen Eidgenosse Joel Ambühl gelang Müller vor dem Mittag ein Coup. Einer raschen Niederlage gegen Marcel Bieri liess Müller gegen Patrick Betschart den dritten Sieg folgen. Zum Abschluss unterlag Müller noch Staudenmann, mit drei Siegen und Rang 9 darf Müller auf ein gelungenes Kilchberger-Debüt zurückblicken.
